Do it yourself – Warum Selbstbefriedigung super ist

(c) pexels „Kannst du für den Blog was über Selbstbefriedigung schreiben?“ Vielleicht habe ich bei dieser Bitte ein bisschen vorschnell zugesagt. Denn normalerweise stellt früher oder später jeder Teenie still und heimlich für sich selbst fest, dass Selbstbefriedigung ganz schön spaßig ist. Warum also drüber schreiben?

Im Biologieunterricht wurde uns nur erklärt, was Sex rein technisch bedeutet und das ein Storch mit Babys machen so gar nichts zu tun hat. (Außer, es war ein sehr verrücktes Rollenspiel… also hey, whatever floats your boat!) Uns wurde beigebracht, warum man diese Sex-Sache besser nicht ohne Verhütung macht und das Leute ohne Partner es sich eben selbst machen müssen. Und auch in der Zeit danach wurde der Selbstbefriedigung eher ein trauriges Nischendasein zu gesprochen, dass bestenfalls zum Druckabbau taugt. Ja, ich gebe es zu, ich dramatisiere ein bisschen.

Selbstbefriedigung wird nicht zum Small Talk Thema Nummer 1 avancieren – zum Glück, denn wer will schon bei einem Betriebsausflug mit dem Chef und den Kollegen darüber plaudern? Aber es gibt neben den offensichtlichen Pro-Argumenten noch einen weiteren Aspekt, der an Selbstbefriedigung unterschätzt wird. Durch sie kann ich herausfinden, was mir gefällt und was ich mir wünsche. Das gilt vor allem für die physische Seite. Wo fühlt sich welche Berührung gut an? Was lässt mich völlig kalt? Und was flimmert dabei über die Leinwand meines Kopfkinos?

Die gewonnenen Erkenntnisse kann man übrigens mit der betreffenden Person teilen. Nichts ist trauriger, als Männer, die an Stellen schubbern, wo auch durch Genmutation nie eine Klitoris wachsen wird. Oder Frauen, die sich jedes Mal wie eine Brezel verbiegen, obwohl das weder ihm noch ihr Spaß macht. Miteinander reden ist das viel beschworene Mittel bei Konflikten. Aber es hilft eben nur, wenn man weiß was man will (und vor allem was nicht). Und mit sich selbst kann man das am besten ausprobieren.

Und noch ein (pseudo-)tiefgründiges Zitat zum Schluss. Hat nicht Woody Allen mal gesagt: „Masturbation ist Sex mit jemandem, den ich sehr liebe.“ ?

Kathi

PS: Mama, Papa, es tut mir Leid, dass ich im Internet über sowas schreibe. Aber ihr hättet was ahnen können, als ich ab der Pubertät plötzlich darauf bestanden habe, dass ihr anklopft, bevor ihr mein Zimmer betretet.

PPS: Schlimmster Wortwitz, der es nicht in den Artikel geschafft hat: Wer seine Hand nicht in der Hose hat, der werfe den ersten Stein.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s