How to: Mit Geld umgehen

(FOTO: © KATHARINA HÖCKER)

Ach ja, das liebe Geld. Ein halbwegs verantwortungsbewusster Umgang mit dem Inhalt des eigenen Geldbeutels ist in etwa ein so spannendes Thema wie das Nachmittagsprogramm von RTL. Trotzdem muss man sich früher oder später damit auseinandersetzen, wie viel man eigentlich ausgeben kann, ohne den Kontostand ins Bodenlose sinken zu lassen – gerade wenn man noch mitten im Studium steckt (oder an dessen Anfang steht) und auch sonst nicht mit Fuffis durch den Club wirft. Ich bin sicherlich auch keine Koryphäe, wenn es darum geht sparsam zu sein – eher im Gegenteil. Aber gerade deshalb habe ich über die Jahre ein paar Strategien, (keine Angst, hat nichts mit Investmentbanking zu tun) entwickelt, die meinen Kühlschrank gefüllt und mein Konto in den schwarzen Zahlen halten.  

 

  1. Die Basics

 

Am Ende des Monats ist nach Abzug von Miete, Lebenshaltungskosten, den Alimenten für deine unehelichen Kinder und vielleicht sogar nach dem Erwerb eines neuen Shirts noch kein Minus vor dem Kontostand? Herzlichen Glückwunsch, du kannst zwar nicht mit Verhütungsmitteln umgehen, aber zumindest mit Geld. Aber im Ernst: Wenn eure Einnahmen eure Ausgaben übersteigen, dann habt ihr schon mal viel richtig gemacht. Um mehr Geld zur Verfügung zu haben, stehen euch an dieser Stelle zwei Optionen zur Verfügung: Mehr einnehmen und/oder weniger ausgeben.  

 

  1. Work,work,work 

 

Die größte Einnahmequelle ist neben Bafög, Studi-Kredit oder Finanzspritzen von Mama, Papa oder Sugar Daddy das Gehalt. Ja, Arbeit und Studium unter einen Hut zu kriegen kann verdammt hart sein und die Regelstudienzeit sprengen. Aber ein Nebenjob ist eine großartige Einnahmequelle und ihr habt damit ein Stück Unabhängigkeit gewonnen. Ob Kellnern, Regale einräumen oder Laborratte spielen – das schwarze Brett der Uni oder die Homepage des Studierendenwerks können euch bei der Jobsuche auf die Sprünge helfen.  

 

  1. Home sweet home 

 

Die größte Ausgabe ist in der Regel die Miete. Leider ist die Höhe dieses Betrages etwas, auf das man selten Einfluss nehmen kann. Wenn ihr also das (Un-)Glück habt, in einer schönen, aber teuren Stadt zu leben, dann schöpft alle Optionen aus, eine günstige Bleibe zu finden. Wäre es auch eine Möglichkeit ein bisschen weiter außerhalb zu wohnen oder auf ein paar Quadratmeter zu verzichten? Setzt Prioritäten und beobachtet den Wohnungsmarkt mit Adleraugen.  

 

  1. #foodporn

 

Nachdem man eine bezahlbare Wohnung gefunden hat, gilt es, in dieser den Kühlschrank zu füllen. Und hier habt ihr definitiv Einfluss darauf, wie viel ihr ausgebt. Grade als Erstsemester werdet ihr es nicht vermeiden können, eine zweistellige Anzahl an Studentenkochbüchern geschenkt zu bekommen. Ansonsten: Übung! Mit der Zeit findet man heraus, welche (Super-)Märkte günstig sind, was man mit wenig finanziellem Aufwand kochen kann und was auch noch gut schmeckt. Falls euch trotzdem noch Inspiration fehlt, konsultiert das Online-Magazin eures Vertrauens.

 

  1. Freizeit

 

Jeder kennt diesen Moment, wenn man nach einer durchfeierten Nacht aufwacht. Im Geldbeutel herrscht gähnende Leere und mit dem eigenen Bett verhält es sich möglicherweise umgekehrt. Betrunken sein und gut mit Geld umgehen verträgt sich leider nur so mittel. Deshalb am besten nüchtern einen festgelegten Betrag in Bar abheben und nur diesen ausgeben. Euer Konto und euer Magen werden es euch danken. Ansonsten lohnt es sich, die Augen auf zu aufzumachen: Die Sneak Preview bringt euch für wenig Geld ins Kino, das Kulturticket umsonst ins Theater und (Sommersemester sei Dank!) ein Nachmittag am Hörnle ist komplett gratis.  

 

  1. Sparen

 

Bei Sparen denkt man eher an die eigene Omi, die benutztes Geschenkpapier glattstreicht und aufhebt, als an Dagobert Duck in seinem Geldspeicher. Sparen verbindet man häufig mit Geiz und Spießertum. Und die Wahrheit ist: Sparen macht auch nicht besonders viel Spaß. Aber spätestens, wenn die WG-Waschmaschine den Geist aufgibt oder man die Regelstudienzeit überschreitet und kein Bafög mehr bekommt, kann ein kleines Polster helfen, finanziell harte Zeiten zu überbrücken. Ein bisschen leichter fällt es, wenn man auf eine bestimmte Sache, wie zum Beispiel eine Reise, spart. Dann erleichtert es die Vorfreude, den Coffee to go auszulassen und das Geld ins Sparschwein zu packen – wie viel das ist, hängt von euch ab.  

 

  1. Die Bank gewinnt immer

 

Das ist nicht nur eine unumstößliche Regel im Casino, sondern gilt auch, wenn euch ein ungewöhnlich netter Bankberater, dem seltsame Hörner aus dem Schädel sprießen und dessen Büro nach Schwefel riecht, euch von dieser tollen und total risikolosen Kreditoption überzeugen will. Niemand schenkt euch einfach so Geld. Ich finde das ebenfalls sehr schade, aber mit diesem Wissen im Hinterkopf sollte man „fantastische Angebote“ immer ganz genau prüfen. Es gibt nicht immer einen Haken, aber verdammt oft. Und der kann richtig weh tun.  

 

Kathi  

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